Prof. Dr.-Ing.

Reiner Hartenstein

 

Impressum

 

Computer stehen vor einem katastrophalen Umbruch
http://fpl.org/u/

Von-Neumann-Computer sind extrem ineffizient im Stromverbrauch: die "Computer Power Wall". Die Überwindung dieses von-Neumann-Syndroms ist sehr schwierig, denn die darauf beruhende Software inclusive der immer schlimmer werdenden Software-Krise aus mehr als einem halben Jahrhundert stellt sich quer.

Die Entwurfsraum-Erschließung ist begrenzt durch den massiv untragbar hohen Stromverbrauch. Mikro-elektronik-Lithographie ist kaum noch der Schlüssel. Auch wegen zunehmender Leckströme ist Moore's Gesetz schon lange nicht mehr die Trumpfkarte. Allein schon der Übergang zu Manycore-Prozessoren vor etwa einem Jahrzehnt schädigte die Programmierer-Produktivität um Größenordnungen. Zur "Computing Power Wall" kommt die "Personal-Power Wall".

Stromsparendes Rechnen kann in Zukunft auf der Parallelität rekonfigurierbarer Datenpfad-Strukturen basieren. Hier kann ein Quantensprung in effizientem Rechnen erschlossen werden durch "weiche Hardware" (FPGAs etc.) wie mehrfach demonstriert wurde durch Forschungsprojekte unter Umstellung von Befehls-strömen auf Datenströme (wie etwa durch Xputer statt von-Neumann-Prozessoren).

Dieser Quantensprung ist jedoch ein gewaltiges Personalproblem. Forschung und Kurrikula versagten und versagen noch immer massiv gegenüber langanhaltenden Herausforderungen bezüglich Anwendung der nötigen disruptiv revolutionären Technologien durch die Programmierer. Für eine Umprogrammierung allein schon der überlieferten Software aus mehr als einem halben Jahrhundert werden Jahrzehnte benötigt werden. Deshalb werden wir wohl für lange Zeiten mit langsam besser werdenden heterogenen Systemen leben müssen.

Hierzu siehe http://fpl.org/J/


Viele interessante Themen für Journalisten:

siehe auch unter http://hartenstein.de/fuer_Journalisten/